Zunächst gab es eine kurze Einführung in die Basis-Regeln zum Umgang mit Löwen. Zu merken an den Buchstaben:

A     Affection (Löwen spüren sehr gut Zuneigung und erkennen ihre Guides bald an der Stimme)

B     Balance (zwischen Nähe und Distanz)

D     Distraction (da unsere Löwen noch jung sind, kann man sie leicht mit Spielzeug ablenken)

D     Dominance (ein klares deutliches „NEIN“ wird dem Löwen sagen, dass er einen hier und jetzt NICHT anzuspringen hat!)

D     Distance (dem Löwen mit einem kleinen Schritt aus dem Weg gehen, wenn er sich z.B. an einen schmiegen möchte)

Danach sind wir mit „direkt zahlenden Kunden“ (also solchen, die Olli und ich vor eineinhalb Jahren auch gewesen waren) sozusagen als Zaungäste zu einem Lion Walk mitgegangen, bei dem uns unser eigener Guide noch etwas näher mit den Regeln vertraut gemacht hat. Natürlich hatte ich meine Kamera dabei… dabei sind die folgenden drei Schappschüsse entstanden:

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(Arbeitstitel: „Nein ich mag WIRKLICH keinen Rosenkohl!!)

 

 

 

 

 

_20160105_205657 (kein Frosch)

 

 

 

 

 

 

 

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(erinnert mich stark an unsere Nala… nur größer)

Vor zwei Tagen bin ich zu einer neuen Reise aufgebrochen, auch wieder mit dem Fahrrad (das mir aber dieses Mal nur zum Pendeln zu „Arbeitsplatz“ und in die Stadt dienen wird…): ich bin in Simbabwe, und hier zwei Wochen lang als Volunteer in einem Projekt tätig, welches Löwen aufzieht und in Stufen auswildert. Es wird wahrscheinlich nicht allzu „arbeitsam“ werden, sondern vor allem interessant, faszinierend, erlebnisreich, …., denn wir „Volunteers“ werden nicht etwa entlohnt, sondern müssen stattdessen eher gut löhnen, um hier sein zu können! Dafür wird uns aber auch einiges geboten: Wir werden viel bei den Löwen sein, welche (um zur Finanzierung des Projekts beizutragen) von Kunden – gegen gute Bezahlung – spazieren geführt und gestreichelt werden dürfen. Wir Volunteers helfen mit: Fütterung, Instandhaltung der Käfige, Kontrolle der Grenzen des Farmgebiets, und – das Highlight – Ausflüge mit den Löwen, in welchen diese lernen zu jagen aber auch viel spielen. Sie sind noch jung! Aber: nach ca. 3 Jahren sind die Löwen zu alt (und damit zu stark), um mit Kunden spazieren zu gehen. In der nächsten Stufe werden diese in ein (immer noch geschütztes, aber der Umwelt identisches) umzäuntes Gebiet teil-ausgewildert, um dann dort dann Nachwuchs zu bekommen, welcher ausgewildert wird, ohne vorher in Kontakt mit Menschen gekommen zu sein und damit bereit für ein echtes Leben in echter, ungeschützter Wildnis.

Nach meiner Ankunft gestern und einem schlaflosen Nachtflug habe ich die Einführung in den Code of Conduct gestern nur sehr verschwommen mitbekommen. Heute hat man uns – nach einem ersten Kontakt mit den Löwen Pendo, Phizulu, Vitikhazi und Fumani – ausführlich in die Philiosophie und Aktivitäten der Organisation eingeführt. Diese unterhält neben dem Löwen-Projekt noch weitere Umweltschutzprojekte wie z.B. das Monitoring der Biodiversität in dem anschließenden Zambesi Nationalpark. Heute Nachmittag wird dann „Löwen-Praxis-Training“ sein: den richtigen Umgang mit den durchaus gefährlichen Tieren zu üben, um diese dann nach und nach auch eigenständig führen zu können. Freu mich schon!

Der Kontakt heute morgen hat allerdings noch durch den Käfig stattgefunden: Löwen- und Menschenhand

Habt ihr mit mir zusammen mitgestaunt, mitgeschnauft, mitgefreut, mitgelitten, als ich durch Afrika geradelt bin? – Dann kommt doch zu meiner Multivisions-Show! Ich werde die Reise noch einmal lebendig nacherzählen, so wie mittendrin!

19. Januar 2015 (Mo.)             19:30 Uhr

12000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Afrika – Eine Reise für einen guten Zweck

Eine-Welt-Haus München Schwanthalerstr 80, Rückgebäude

Anfahrtsbeschreibung

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Vier Monate lang dauert die Reise, durch neun Länder führt sie. Ein Kontinent, von Nord nach Süd. Claudia radelt durch die Wüsten des Sudan und über die Berge Äthiopiens. Sie überquert den Äquator in Kenia und taucht ein in die Tierwelt Tansanias. Durchs heiße Malawi kommt sie nach Sambia, wo die Viktoriafälle tosen. Über Botswana und Namibia endet ihre Reise schließlich in Kapstadt/ Südafrika.
Immer mit dabei: ihre Kamera!

Fast einen Tag war ich unterwegs. Dann endlich: die Landung in München. Mein Gepäck ist schneller da als ich: von der Passkontrolle aus kann ich es schon sehen. Außen kann ich endlich meinem Olli in die Arme fallen!IMG_5266_klein

Olli wirkt etwas nervös, schaut rum. Fragt schließlich, ob er man Handy benutzen kann. Oder ob ich meine Eltern schnell mal anrufen könnte. Die Überraschung: meine Eltern sind auch zum Flughafen gekommen! Sie sind extra 3h mit dem Zug angereist, nur um mich begrüßen zu können! Empfangskommando2_klein

Die S-Bahn fährt pünktlich, 45 Minuten später bin ich endlich Zuhause angekommen.

So. 36 kg Gepäck eingecheckt. Diskussion mit der netten Dame von South African Airlines, wg. Übergepäck. Etihad erlaubt 40 kg. SAA nir 30. Nach anfänglichem Sträuben hat sie mich durchgelassen.

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Warten am Gate, mit meinem gewohnten Flughafenfutter:

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Der letzte Abend in Afrika. Von vielen Mitradlern habe ich schon Abschied genommen, die Gruppe löst sich langsam auf. Ich beschließe, den Abend alleine an der Waterfront zu verbringen. Bummle umher, genieße die kühle klare Herbstluft.

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Sozusagen als krönenden Abschluß gönne ich mir eine leckere Seafood-Platte und als Vorspeise Ostrich-Carpaccio mit einem Glas Sekt.

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Morgen werde ich in’s Flugzeug steigen und nach vier Monaten Afrika erst mal Lebewohl sagen.

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Als letztes Gemeinsames Event hat Mit-Radlerin Amanda eine Weinprobe organisiert.

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Eigentlich sogar zwei Weinproben, Lunch, und eine Schokoladenverkostung!

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In den bunten Herbstfarben des Kapstadter Weinlandes, bei schönstem Sonnenschein könnte der Abschied nicht schwerer fallen. Hier kann man spätestens verstehen, dass Südafrika und insbesondere Kapstadt für viele ein wirklicher Lebenstraum ist.

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Der krönende Einlauf an der Vicoria and Albert Waterfront.

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Waterfront mit dem Tafelberg im Hintergrund

Viele Freunde und Verwandte von Radlern sind hier, Musik, Freude, Umarmungen, Glückwünsche. Auch viele Touristen möchten wissen, was denn hier los ist. Wie – mit dem Fahrrad durch Afrika fahren?

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Birgit freut sich mit mir

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Wir drei Deutschen: Birgit, Alessandro und ich

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Zusammen mit Kim und Steven habe ich viele Kilometer zurückgelegt

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Das Team der TdA: Tourleiter Randy, Rennleitung Gillian, Lunch-Stevie, Bina (Kommunikation), Justin (Fahrzeuge), Koch Yannis, Fahrradmechaniker Alex, Krankenschwester Hannah und Noah (Dinner Truck-Fahrer)