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All posts for the day November 7th, 2017

Das Fahrrad soll mal wieder bewegt werden – es wollte aber nicht und zeigte mir einen platten Hinterreifen. Ist ihm auch nicht zu verdenken, denn es gibt hier keine Gewächse ohne Dornen… weswegen es genauso wichtig war, den Reifen auf stachlige Hinterlassenschaften zu kontrollieren wie das Loch zu finden. Ich wollte mir mal die sechseinhalb Kilometer entfernten Hütten, die auch zur Lodge gehören, ansehen. Für die, die ganz unter sich sein möchten. Auf dem Weg dorthin hat mich ein Kudu fast einen Kilometer weit neben mir her springend begleitet. Die Impalaherde hat mein Anblick schneller vertrieben, als ich die Kamera zücken konnte. So blieb mir nur die Möglichkeit zum Selbstporträt vor imposanter Berg- und Gewitterkulisse. 

Die Chalets liegen sehr einsam einige Meter über einer nur spärlich bewachsenen Flusspfanne. 

Am Rückweg bog ich zum dem kleinen See/Damm mit den Hippos ab. Ich hätte die Abzweigung glatt übersehen, wären mir nicht gerade Steffi und Jonas entgegen gekommen. Die wollten ihre Drohne am Damm fliegen lassen. 

Nicht nur die beiden Franzosen, die gerade das Hippo Chalet bezogen hatten, auch die Hippos selbst konnten so gar nix mit dem surrenden Ding am Himmel anfangen. Die Hippos jedenfalls flohen entgeistert ins Wasser… 

Zum Abschluss des Tages wartete Namibia noch mit einem spektakulären Sonnenuntergang auf. Ich hatte vergessen, dass es nach Sonnenuntergängen meistens finster wird – in Afrika geschieht das recht schnell – so dass ich mich beeilen musste, in der Dämmerung mit dem Radl „nach Hause“  zu finden. 

Eines der Highlights hier in Düsternbrook sind die vier Geparden und zwei Leoparden. Die kann man bei den Fütterungen sehen und fotografieren. Das ist einer der Hauptmotivationen meiner Reise – schöne Leopardenfotos machen zu können. Denn in der freien Natur braucht es unglaublich viel Glück, die Tiere zu entdecken. Das war mir bisher leider nicht vergönnt… Der einzige Leopard, der mir (in Kenia) tagsüber begegnet ist, war schneller wieder weg, als ich meine Kamera zücken konnte. 

Die beiden Geparden verhielten sich während der Fütterung tatsächlich mehr wie Hauskatzen.

Vor den Leoparden haben die Guides mehr Respekt. Diese verhalten sich mitunter unberechenbar. Bei der Fütterung heute morgen hatten wir einen kleinen Herzstillstands-Moment, als Teddy auf einmal aufs Auto zusprang und uns anfauchte..  Er war sichtlich genervt von den vielen Fotos!