In den letzten fünf Tagen sind wir sehr viel mit “unseren” zwei Löwen Pendo (w) und Phezulu (m) unterwegs gewesen. Die beiden Weibchen Vithikazi und Fumani dürfen leider nicht mehr raus – sie waren vergangene Woche einmal abgehauen und für mehrere Stunden abgängig. Die beiden sind einfach schon zu alt, um noch bei den Menschen zu bleiben und diesen nicht gefährlich zu werden…

Die beiden Süßen: Pendo (vorne) und Phezulu (hinten)

Die beiden Süßen: Pendo (vorne) und Phezulu (hinten)

Phezulu, das Löwenmännchen, ist dagegen meist “die Ruhe in Person” und somit ideal, um mit den Kunden auf Wanderschaft zu gehen. Geduldig lässt er sich streicheln und nur wenig lenkt ihn ab.

Phezulu - er weiß halt, wie attraktiv er ist...

Phezulu – er weiß halt, wie attraktiv er ist…

Looking at you...!

Looking at you…!

Pendo, seine Schwester, brüllt einen dagegen schon mal an, wenn ihr das Gestreichele zu viel wird. Unvermittelt macht man dann einen Satz rückwärts – selbst wenn man vorher im Briefing beigebracht bekommen hat, dass man seinen Mann/Frau stehen sollte! Sie ist die aufmerksamere von beiden, die schon mal in’s Gebüsch abhaut, wenn sich was regt. Mittwoch haben die beiden (wie alle drei Tage) ihr Fressen bekommen: es gibt frisches Eselfleisch! Leider sind Pendo die Innereien nicht gut bekommen und sie speit alles wieder aus. Auch später hat sie keinen Appetit.

Pendo, noch etwas platt. Tags vorher musste sie sich übergeben, da ihr vermutlich das Eselfleisch nicht bekommen ist.

Pendo, noch etwas platt. Tags vorher musste sie sich übergeben, da ihr vermutlich das Eselfleisch nicht bekommen ist.

schau mir in die Augen, kleines!

schau mir in die Augen, kleines!

Pendo beim Posen

Pendo beim Posen

Wenn es heiß ist, sind beide meist eher faul, liegen gerne einfach nur rum, Phezulu lässt sich kraulen und Pendo döst vor sich hin. Als es gestern aber bedeckt und etwas kühler war, waren beide in Spiel-Modus: Anpirschen, bespringen, Spielen war angesagt! So lieb, den beiden dabei zuzusehen…!

...sie wollen doch nur spielen!

…sie wollen doch nur spielen!

Pendo und Phezulu beim Spielen

Pendo und Phezulu beim Spielen

kleiner Busch, ich könnte Dich stundenlang knuddeln!!

kleiner Busch, ich könnte Dich stundenlang knuddeln!!

Wie froh sind wir, dass es auch Pendo wieder besser zu gehen scheint!!!

2016-01-08_lions-6

Dieses Fahrrad hat einfach alles!

Gesehen bei meinem ersten Ausflug in die Stadt: während ich bei knapp 40 Grad im Schatten super-langsam den Berg von Vic Falls zu unsrer Unterkunft hochschnaufe, überholt mich dieses Vehikel. Ich habe meine Kamera leider nicht schnell genug bei der Hand. Aber beim Supermarkt, nicht weit von unserer Unterkunft, sehe ich es wieder. Der Inhaber ist sehr stolz: Nicht nur hat es eine Batterie für die Beleuchtung, sondern auch einen echten Motorrad-Sitz, Kofferraum, Tankstutzen, Warnblinklicht, Flagge …. – und es wiegt wohl unter 50 kg! Wozu der Motor gut sein soll, kann mir der Besitzer aber nicht erklären…

 

Sonntagmorgen – die Anderen sind beim Raften. Ich bin nicht so scharf darauf, es war mir zu teuer, deshalb mach ich mir nen faulen Lenz zuhause. Es regnet leicht und ist bewölkt, so hab ich auch erstmal keine Lust, groß was zu unternehmen. Foto-Licht ist eh nicht gut. Erst Nachmittags gegen 15 Uhr reißt es langsam auf. Silvia, meine Zimmernachbarin, möchte gerne noch in den Victoria Falls National Park gehen, um die Fälle auch mal in ganzer Breite zu sehen. Sie ist wie ich fotobegeistert und hier als Foto-Volunteer, um die verschiedenen Projekte auch fotografisch festzuhalten. Shelby aus USA kommt ebenfalls mit und wir wandern den ca. 2km langen Fußweg ab, der an der Schlucht entlang führt. Immer wieder gibt es Aussichtspunkte, die neue Ausblike auf die Fälle preisgeben. Zwischendrin “regnet” es – bei blauem Himmel! – wir werden patschnass. Macht aber gar nix, denn es ist heiß und wir genießen die Abkühlung! Nur auf die Kameras müssen wir aufpassen, dass die nicht allzu nass werden. Wegen dieses “Regens” wächst lokal um die Fälle ein richtiger Regenwald! Außerdem sorgen die Regentropfen für herrliche Regenbogen, was sich natürlich super auf unseren Fotos macht. Wir haben nur zwei Stunden bevor der Nationalpark schließt – für Fotografen nicht gerade lang. Den Rückweg müssen wir uns sputen. 15 Minuten zu spät  – African Time, kein Problem, Hakuna Matata!

Herrliche Regenbögen überspannen die Fälle

Herrliche Regenbögen überspannen die Fälle

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Es ist klar zu erkennen, wie wenig Wasser momentan über die Fälle stürzt. Obwohl Regenzeit ist, hat es noch kaum geregnet.

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Da hab ich extra ein Fahrrad mitgenommen – und jetzt war ich gerade 1x in der Stadt und 1x beim Supermarkt, der aber weniger als fünf Minuten weg ist… das muss geändert werden! Wenn man schon mal in Victoria Falls zum Voluntariat ist…sollte man vielleicht auch mal die Viktoriafälle anschauen, denk ich mir. Um in den Park zu gehen, ist es schon etwas spät. Schließlich wollen die 30 Dollar Eintritt, da sollte man sich schon etwas Zeit nehmen. Die Eisenbahn- und einspurige Autobrücke, die rüber nach Sambia führt, wurde aber vor 100 Jahren extra so gebaut, dass man einen guten Blick auf die Fälle hat. Nach Sambia ausreisen wollte ich nicht – ich habe zwar ein “Double entry” visum, aber meinen Inklusiv-Grenzeintritt möchte ich nächste Woche Sonntag für den Ausflug in den Chobe Nationalpark in Botswana verwenden. Mit einem Bridge Pass (einem knittrigen Zettel – Hauptsache Stempel drauf) darf man die Brücke trotzdem betreten. Obwohl die Mitte die Grenze zu Sambia markiert, erlaubt man mir, mein Radl bis ganz rüber zu schieben – sogar auf der falschen Seite – um einen besseren Blick auf die Fälle zu haben. Die Brücke ist geschätzt 400m entfernt von den Fällen und man sieht nur einen kleinen Ausschnitt – noch dazu kommt nicht allzu viel Wasser runter. Kein Wunder. Wir haben zwar Regenzeit, aber es hat noch kaum geregnet. Deswegen scheint es nur zu dröppeln. Die Aussicht ist trotzdem grandios, ich genieße jede Sekunde!

Falls_von_der_Brücke_aus1

In den Victoria Falls Nationalpark führt – außer in den Spazierbereich – auch eine kleine Fahrstraße mit 2km Länge. Gestern waren wir hier schon beim “Big Tree” gewesen – einem geschätzt 1500 Jahre alten Baobab-Baum. Trotz der Warnungen, dass Autofahrer nicht aussteigen sollten, beschließe ich, den Rundweg mit dem Fahrrad zu wagen. Und es hat sich gelohnt! Ein herrlicher Blick über das Zambesi-Ufer und den Boiling Pot (kurz bevor sich das Wasser in die Tiefe stürzt); ein Impala, das über die Straße hüpft, drei Warzenschweine. Als aber aus dem Busch ein deutlich röhrendes Grunzen zu vernehmen ist – mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Flußpferd zuzuordnen – entschließe ich mich doch spontan, lieber weiter zu fahren. Schnell bin ich zurück in der Stadt. Mittlerweile kenne ich mich aus und schaue auf dem Rückweg noch schnell bei einem Anbieter von Fluß-Kanufahrten vorbei – das würde mich unheimlich reizen! Allerdings möchte ich gerne am Abend, zum schönen Fotolicht, am Fluß sein. Dafür bräuchte er aber einen zweiten Kunden, um das Kanu zu füllen… egal! Er verspricht, mich anzurufen, sollte er noch jemanden dafür finden. Zufrieden, aber verschwitzt, treffe ich Zuhause ein. Gerade recht zum Abendessen…

Blick über den Zambesi. Ganz rechts stürzt sich der Fluss in die Tiefe...

Blick über den Zambesi. Ganz rechts stürzt sich der Fluss in die Tiefe…

eines der Projekte, die African Impact unterstützt, ist der Unterhalt eines Waisenhauses in der Nähe von Victoria Falls. Eine der Volunteers arbeitet unter anderem auch dort. Die meisten der Waisen, die dort wohnen, sind Aids-Waisen. Über einem kleinen 1-Jährigen erfahren wir, dass er von seiner Mutter in’s Kloo geworfen wurde (sie war Opfer einer Vergewaltigung und konnte das Kind nicht aufziehen). Obwohl die Schicksale der Kleinen uns natürlich sehr berühren, habe ich doch den Eindruck, dass dieses Waisenhaus – im Gegensatz zu denen in Uganda, die ich bisher besucht habe – relativ wohlhabend ist. Die Kinder sind alle gut genährt, die Kleidung in Ordnung. Natürlich freuen sich die Kids über jede Zuwendung, dass wir mit ihnen Spielen, ihnen einfach ein bisschen Zeit widmen. Hailey bekommt eine neue Frisur verpasst (um ihre Haare komplett flechten zu lassen, müsste sie aber noch ein paar Sitzungen absolvieren!)

Waisenhaus

Waisenkinder flechten Hailey die typisch afrikanischen Zöpfe

Waisenkinder flechten Hailey die typisch afrikanischen Zöpfe

am Samstag haben wir das Kontrastprogramm zu dem Touri-Ausflug von gestern: wir machen die Müllabfuhr! Eingebettet in ein kleines Spielchen (50 Zigarettenstängel suchen; 3 wirklich eklige Abfälle, 4 nasse Abfälle, Foto vor einem Hotel, Foto mit Locals, das Wort “CLEAN-UP” aus Abfällen zusammensetzen… mal abgesehen davon, dass es wirklich schockierend ist, wie egal es den meisten zu sein scheint, wie dreckig ihre Stadt ist – es macht trotzdem Spaß zu sehen, wie die Menschen reagieren. Was macht IHR denn hier?? ist die häufigste Frage, die wir zu hören bekommen. Für die meisten ist das Konzept “Abfalleimer” (welche es an den Plätzen, wo wir aufräumen, durchaus gibt) einfach nicht geläufig. Am schlimmsten finde ich es am Zambesi-Ufer. So ein herrliches Fleckchen Erde! Wenn da nicht die Wagenladungen an leeren Bierflaschen rumliegen würden! Gerade vor dem Hintergrund verschwendeter Resourcen fühle ich mich zwar gut, als wir nach weniger als 10 Minuten vier Müllsäcke mit Flaschen gefüllt haben. Dass wir diese aber an einer Müllkippe später einfach abladen würden – obwohl man das Glas ja gut wiederverwenden könnte! – macht mich wütend. Vielleicht können wir ja mit dem einen oder anderen Gespräch, welches wir während der Aktion führen, zumindest ein bisschen in das Bewusstsein der Leute dringen. Bei den Kindern, welche uns am lokalen Busbahnhof beim Aufräumen helfen, scheint es was geholfen zu haben. Vielleicht zumindest für eine gewisse Zeit würden sie wohl zumindest existierende Abfalleimer nutzen! Vielleicht würde eine Art Pfandsystem helfen? Geld für zurückgebrachte Flaschen zu zahlen? Aber wer sollte das organisieren? Die Müllkippe selbst und die Umgebung (die man eigentlich als nichts anderes als als Müllkippe bezeichnen kann!) liegt mitten in einer wunderschönen Hügellandschaft, welche direkt an den Nationalpark angrenzt. Ungeschützt und überhaupt nicht überwacht, lädt hier jeder einfach am Rand des Mülltepichs seine Säcke mit was-auch-immer ab, so dass die verschüttete Fläche immer größe wird. Baboons (Affen) suchen den Müll ab. Nachts machen Elefanten Station und essen die Plastiktüten – gut zu erkenen an den Exkrementen, in welchem man alles unverdaut sehen kann, was sie vorher zu sich genommen haben. Weniger gut ergeht es den Hyänen, welche nachts ebenfalls zur Müllkippe kommen. Sie gehen mitunter an ihrem Mahl zugrunde. Aus diesem Grund sammelt African Impact gerade Gelder für eine professionelle Umzäunung der Müllkippe, um zumindest die größeren Tiere abzuhalten. Doch damit ist es nicht getan: da man vermutet, dass die Einheimischen wohl überhaupt keine Lust hätten, erst ein Tor zu öffnen, um Müll reinzubringen (und deswegen einfach außerhalb abladen würden) müsste man auch eine Möglichkeit der einfachen Ablage der Säcke von außen bieten… es scheint ziemlich aussichtslos. Langfristig helfen kann nur ein wachsendes Verantwortungsgefühl der Einwohner für die eigene Umwelt und die Tiere!

Clean-up

unendliche Weiten... bedeckt von stinkendem Müll

unendliche Weiten… bedeckt von stinkendem Müll

Im Müll wühlender Baboon (Pavian)

Im Müll wühlender Baboon (Pavian)

Bisher habe ich ich in diesem Volunteer-Programm immer ein bisschen “involviert” gefühlt – also zumindest ein Stückchen weit weg vom normalen Tourismus. Das hat sich am Freitag Nachmittag geändert: ein Besuch in einem “echten Dorf” steht auf dem Programm. Wir fahren in ein Dorf ca. 10km südlich von Vic Falls. Bekommen dort zunächst beigebracht, wie man “dürfen wir reinkommen” auf Ndebele sagt. Nach positiver Antwort dürfen wir eintreten. 12 Personen wohnen in diesem Teil des Dorfs, welches aus mehreren solchen Einheiten besteht. Diese sind weit verteilt. Eine Einheit beinhaltet die Küche, Lagerhaus sowie zwei Wohnhäuser – alles in separaten Hütten. Wir bekommen was zu Essen, man zeigt uns die Distillerie, in der aus Mais das lokale Bier gewonnen wird (welches nur die Männer bekommen). Wir kosten das lokale Essen, ein Tänzchen der Mädels in “lokalen” Klamotten mit Zebramuster (unter welchen allerdings die normalen Klamotten rausschauen)… dann zum Souvenirstand, wo wir von jedem einzeln beharkt werden, doch dies und das zu kaufen… das Standard-Touristenprogramm
also. Nur dass ich es mir nicht raussuchen durfte, ob ich teilnehmen will. Ich fühle mich rumgeschubst, wie hingekarrt und festgehalten und bin froh, als wir wieder raus sind. Gekauft habe ich nichts – was mich noch dazu irgendwie “schuldig” fühlen lässt…

Dorfbesuch

Tanz der Mädels

Fleischtransport. Vorne rechts im Schubkarren kann man den Huf des Zebras erkennen.

Fleischtransport. Vorne rechts im Schubkarren kann man den Huf des Zebras erkennen.

Die vier Löwen werden nur alle drei Tage gefüttert – um den natürlichen Kreislauf so gut wie möglich zu imitieren: denn in der freien Natur steht ja auch nicht jeden Tag Futter zur Verfügung. Dass sie allerdings ihr Abendessen vorgeschnitten bekommen, ist nicht ganz so natürlich. Im Kühlcontainer hängen bereit mehrere Tiere bereit – die Wärter haben diese bereits gehäutet. An dem Rest Haut, der noch am Fuß verblieben ist, können wir klar erkennen, dass es sich um ein Zebra gehandelt hat. Wir Volunteers haben die Aufgabe, das Fleisch in die vorhergesehenen Portionen zu teilen: je 10kg für Viti und Fumi, je 4kg für Pendo und Phezulu (die beiden haben morgens bereits 5 kg bekommen). In die Fleischportionen wird ein Pulver zur Mineralienversorgung eingearbeitet. Nur Haley aus Texas kann das Fleisch mit den bloßen Händen anfassen. Ich helfe ihr beim Zerteilen. Gar nicht so einfach, das Gewicht abzuschätzen – noch dazu, wenn so viele Knochen drin sind (die nicht mitgezählt werden sollen…)! Etwas fest im Magen muss man schon sein, um den Gestank zu ertragen. Dann geht’s mit dem Schubkarren rüber zu den Löwen. Essen auf Rädern!

Ein wichtiges Element für Löwen, welche in Gefangenschaft leben, ist, zu sehen, wie diese auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren und sie geistig flexibel zu halten. In der Natur treten ständig Überraschen auf, ob angenehm oder unangenehm – und die Tiere müssen darauf reagieren. Um das an “unseren” Löwen Fumi und Viti zu studieren, haben sich die Pfleger ein Entertainment-Programm ausgedacht. Wir Volunteers errichten mit einigen Autoreifen im Löwengehege einen kleinen Spielplatz: zwei der Reifen befestigen wir mit einem Stab in den Ästen zweier nebeneinander stehender Bäume. Einen weiteren hängen wir an einem Draht schwingend ebenfalls zwischen zwei Bäumen auf. Die Reaktionen sind witzig – und für die, die die beiden schon länger kennen, nicht so überraschend. Viti versucht sich zunächst an dem Pendel-Reifen. Betastet ihn, der Reifen beginnt zu schwingen – was Viti dermaßen aus dem Konzept bringt, dass sie sich quasi instantan zurückzieht und nun liegend ihrer Cousine Fumi zusieht. Fumi zeigt sich weitaus interessierter: die zwei Reifen am Stab werden erklettert, angeknabbert, sie hängt sich sogar dran… 20 Minuten ergründet sie die Veränderung in ihrem Gehege. Welch Freude, ihr dabei zuzusehen!

BE_Fumi

 

Fumani (Fumi) und Vithikazi (Viti):

die beiden Weibchen sind 22 Monate alt – und damit schon zu alt bzw. zu groß und mitunter ungestüm, um mit Kunden spazieren gehen zu können. Die beiden stammen aus Südafrika und sind vermutlich Cousinen, welche ihre Herde verloren haben. Sie wurden frei geboren und dann von Menschenhand aufgezogen. Die beiden sollten eigentlich schon in die nächste Stufe des Löwenprojekts entlassen werden, d.h. in ein zwar umzäuntes, aber der Natur identisches Stück Land im Antelope Park. Ohne Menschenkontakt, um dort ggf. eine neues Rudel zu finden und dann “vollständig Wildnis-Taugliche” Jungen zu bekommen. Allerings sind aufgrund von vermehrten Vorfällen von Wilderern a’la Cecil momentan in Simbabwe bei strenger Bestrafung keine Tier-Umsiedlungen erlaubt. Deswegen bleiben Viti und Fumani (so die Spitznamen) momentan noch in Mazowe – das ist der Namen des Landstücks von Afrian Impact, den Inhabern des Projekts. Sie dürfen nur mit uns Volunteers spazieren gehen. Bei diesen “Volunteer walks” sind keine Kunden dabei, und wir haben viel Mehr Zeit mit “unseren” Löwen,
die wir mittlerweile schon recht gut kennen. Sowohl vom Aussehen, als auch von ihrem Charakter: Vithikazi ist die
vorsichtigere der beiden Mädels. Ihr Fell ist dunkler als das ihrer Cousine, die Nase etwas länger. Fumi dagegen ist
sehr verspielt und neugierig und sieht mit ihrem hellen Fell und der kürzeren Nase irgendwie noch Baby-hafter aus als Viti. Beide haben noch verblasst, aber erkenntlich die für die Baby-Cubs typischen ringförmigen Zeichnungen am Bauch, die ähnlich wie Muster eines Leoparden aussehen.

Fumani (links) Viti (rechts)

Fumani (links)
Viti (rechts)

Fumani spielt mit einem Baum

Fumani spielt mit einem Baum

 Pendo und Phizulu

Pendo ist die Schwester von Phizulu. Beide sind in Gefangenschaft im Antelope Park geboren – der “Außenstelle” von African Impact. Sie stammen von einer Linie ab, welche aufgrund der Charaktere ihrer Eltern wenig geeignet sind, um vollständig ausgewildert werden zu können. Die beiden sind 19 Monate alt und hatten am 5. Januar Geburtstag. Sie gehen mit den Kunden auf die “Client Walks” – d.h. die Spaziergänge mit den zahlenden Kunden. Eigentlich ist Pendo die lebendigere, die bei einem der Kundenspaziergänge sogar schon gejagt und Wild erlegt hab. Während unseres ersten Kundenspaziergangs ist es aber Phizulu, welcher ausbüxt: schon bevor wir ihn aus dem Käfig geholt haben, hatte er seine Nase im Wind und schien etwas zu wittern. Nach fünf Minuten Spaziergang hielt ihn nichts mehr: ab durch die Mitte, stellt er einem Impala nach (erwischt es aber nicht). Nach 20 Minuten haben ihn die Löwentrainer wieder eingesammelt. Es ist schön, die Wiedersehensfreude von Pendo und Phizulu zu sehen: Bestimmt 10 Minuten lang liebkosen sich die beiden, als hätten sie sich ein halbes Jahr nicht gesehen. So lieb, den beiden zuzuschauen!

Pendo (links) Phizulu (rechts) ... die dahinter kennt ihr!

Pendo (links)
Phizulu (rechts)
… die dahinter kennt ihr!

Wiedersehensfreude nach Phizulu's Ausflug

Wiedersehensfreude nach Phizulu’s Ausflug